Bredenbecker Zeitung, 19. September 2000

Musiktheater „Mal gucken was da los ist?“–
Käpt'n Zoff entführt Kinder auf eine Weltreise

Wenn Liedermacher und Geschichtenerzähler Manfred Kindel in Bredenbeck Station macht, dann darf er sich sicher sein, das seine treue Fangemeinde, verstärkt durch unzählige neue Gesichter, bereits lange vor dem Beginn der Vorstellung erwartungsfroh auf den Holzbänken Platz genommen hat.

So war es auch jetzt wieder so, als der Förderverein für Kunst, Kinder und Kultur, kurz K-hoch-Drei genannt, den Liedermacher erneut verpflichtet hatte. Eina alte restaurierte Scheune auf dem Hof der Kornbrennerei Warnecke bot dafür genau das richtige Ambiente für ein ausverkauftes Haus. Die fünf- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen kannten nahezu alle Lieder auswendig. Kaum gab Kindel eine Textzeile oder eine Melodie an, schon stimmten die Kinder im Chor ein. Das machte dem erfahrenen Entertainer sichtlich Spass. Er lief zur Höchstform auf.

Die Pi-pa-po-Piraten standen im Mittelpunkt der Reise um die Welt, die Manfred Kindel den Kindern erzählte. „Mal gucken, was da los ist?“, lautete das Motto der Reise durch viele Länder dieser Erde. Dabei bediente sich der Künstler alias „Käpt'n Zoff“, der im feschen Piratenkostüm erschienen war, etlicher Utensilien, die die Aufmerksamkeit der kleinen Besucher weckten. Unter anderem war dies ein mannshohes Bilderbuch, dass Kindel mit einem großen Tuch bedeckt hatte, um dieses dann vor den erwartungsfrohen Kindern zu entfernen. Dahinter verborgen waren Bilder und Geschichten aus der Wüste, aus Japan, aus Indien und aus dem Wilden Westen. Etliche Musikinstrumente begleiteten Kindel bei seinen Erzählungen.

Am Ende der Vorstellung waren alle erschöpft aber glücklich. Die Kinder, weil sie selten in Bredenbeck so viel Spass auf einmal geboten be- kommen und mächtig gut mitgemacht hatten, der Künstler weil er ein überaus dankbares Publikum vorgefunden hatte und sich entsprechend engagiert zeigte, sowie der Veranstalter, der erneut mit der Verpflichtung von Kindel „ins Schwarze“ getroffen hatte und die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Nachmittages dadurch in den Hintergrund rückte.

Emmert