Oberhessische Presse vom 11. November 2003

„Wieder alles Banane“
500 Besucher beim Kindermusikfestival im Allendorfer Bürgerhaus


Allendorf-Eder. Das Allendorfer Kinderliederfestival lockte am Sonntagnachmittag 500 Besucher ins Bürgerhaus – Kinder, aber auch viele erwachsene Begleiter.
Neben mehreren Kindergruppen der Region waren die Hauptakteure zwei Profis der Kinderliederszene, die von früheren Auftritten her bereits ihren Fankreis im oberen Edertal haben. Aus Kiel kam der Kinderliedermacher Matthias Meyer-Göllner, aus Hannover Manfred Kindel (Unmada).
Meyer-Göllner unternahm mit den Kindern einen Ausflug zu einem Teich und in den Wald. „Hört ihr die Frösche am Teich? So viele Sänger zugleich“, sang der Liedermacher und nach jedem Satz antworteten Hunderte im Saat mit einem lauten „Quak, Quak!“.
Meyer-Göllner berichtete in lustigen Versen von einem „Glitzerding“, das alle Bewegungen und Grimassen genau wiedergab. Die Rede war vom Spiegel, die Kinder wußten genau Bescheid und imitierten Bewegungen, Mimik und Gestik des Musikpädagogen.
Vier Klassen des zweiten und dritten Schuljahrs der Battenberger Grundschule musizierten auf einfachen Instrumenten zu den Liedern Meyer-Göllners und erhielten lebhaften Beifall.
Der Liedermacher Unmada (Manfred Kindel) begeisterte mit seinem Hit „Alles Banane?“. Er sang von krähenden Nashörnern, vom Müsli essenden Seehunden, von singenden Truthähnen und Nilpferden. Die Kinder lachten und stimmten immer wieder in den Refrain ein: „Ja, dann ist wieder alles Banane!“
Beim Stück „Umgeben von glitzernden Sternen“ forderte er die Erwachsenen zum lautstarken Rasseln von Auto- und Haustürschlüsseln auf. Applaus brandete immer wieder auf.
Weil es in Nordamerika verschiedene Indianersprachen gibt, ist eine Verständigung laut Unmada oft nur durch Zeichensprache möglich. Wie das funktioniert und wie Texte in Hand- und Armbewegungen umgesetzt werden, das demonstrierten Unmada und die Kinder mit „Ich winke meiner Liebe nach, auf dem Pferd da reitet sie...“. Auch Erwachsene machten mit. Die Stimmung steigerte sich noch, als dieser Text von Unmada dann in einer indianischen Sprache vorgetragen wurde.
Die originellen Reime waren kindgemäß, einfach und einprägsam. Die Melodien gingen ins Ohr. Nicht eine Minute des turbulenten Konzerts war langweilig.
Die Tanzgruppe der jüngeren „Flöhchen“ der Partnerschaftsvereinigung führte mit ihrer Lehrmeisterin Anke Dück ein Bewegungsspiel auf, dass sie gemeinsam mit ihrem Idol Unmada präsentierten.
Anke Dück war zusammen mit Dr. Martina Krutisch Organisatorin des Festivals, das von Firmen aus der Umgebung gesponsert wurde. Wegen des Erfolgs waren sie sicher: „Auch im nächsten Jahr wird es ein Festival der Kindermusik geben!“. (ED)