Kinderwald

Der Kinderwald – ein Beitrag zur lokalen Agenda 21

Überall auf der Welt beteiligen sich Bürger an der Erstellung eines Aktionsplans
für das neue Jahrhundert, der sogenannten Agenda 21.

Unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“ erarbeiten sie für ihre Gemeinde oder ihre Stadt und in größeren Zusammenkünften für ihr Land konkrete Zukunftsvisionen für eine gerechtere und lebenswerte Welt unter Berücksichtigung der bestehenden und kommenden sozialen und ökologischen Probleme.
     
Die Idee eines Kinderwalds des Liedermachers Unmada Manfred Kindel wurde vom Agenda 21-Büro und vom Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover sofort aufgegriffen und unterstützt, da sich in diesem Projekt wesentliche Anliegen der Agenda 21 wiederfinden.

Im Projekt Kinderwald engagieren sich Menschen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern. PädagogInnen, Forstleute, LandschaftsplanerInnen und KünstlerInnen arbeiten gemeinsam daran, Kindern mehr Naturerfahrungen zu ermöglichen.
Seit ihren Anfängen im Jahr 1996 hat die Initiative das Ziel, eine konkrete Waldfläche am Stadtrand zu schaffen, die von Kindern geplant, aufgeforstet und über Jahre hinweg betreut wird. Dieser Beteiligungsprozess wird dokumentiert und begleitet. Im Jahr 2000 wurde die Vision eines eigenen Geländes Wirklichkeit.

Eine 8 ha große Brachfläche im Anschluss an ein bestehendes Waldgebiet ist nach Vorstellungen von Kindern in ihren Grundzügen mit Berg, bespielbarer Wasserfläche, Senken und Mulden von großen Raupen grob modelliert worden und ging in die Obhut des Projekts Kinderwald über.

In den nächsten Jahren wird aufgeforstet und die Landschaft wird zusammen mit Kindern weiter entwickelt. Ein großer Bereich von 3 ha soll nach den Wünschen der Kinder zum Urwald heranwachsen, so dass beobachtet werden kann, wie Natur heranwächst, wenn der Mensch nicht eingreift. Im Projekt werden pädagogische Inhalte wie eine kontinuierliche Kinderbeteiligung und naturnahes Erleben reflektiert und umgesetzt.

Voraussetzung für den Prozess der Kinderbeteiligung ist, dass Kinder sich regelmäßig im Wald und auf dem Kinderwald-Gelände aufhalten und dort in Werkstätten und Aktionen ein Gespür und Know-how entwickeln, wie sie ihre Ideen und Gestaltungswünsche umsetzen können. Das Projekt vermittelt so ökologische und soziale Verantwortung im Sinne der Agenda 21. Kinder gestalten konkret ihre eigene Zukunft und übernehmen Verantwortung für eine Zeitspanne, die ihrem bisherigen Erleben nicht zugänglich ist. Hierbei haben kreative, musische und künstlerische Aktivitäten in der Natur einen hohen Stellenwert.

 

 

Zu den Aktivitäten im Kinderwald